Gib Kaugummi – was wir im Auto essen und trinken

Ist Essen und Trinken im Auto eher Must-have oder No-Go? Erkenntnisse über unser Proviant-Verhalten unterwegs und darüber, ob mobiler Nährwert einen Mehrwert für uns hat.

 

 

Der gut gezuckerte Becherkaffeelatte, der nach einer Vollbremsung in der Mittelkonsole versickert; das Burgerketchup, das der helle Sitz gierig verschlingt; und natürlich die sommerliche Schokoladentafel, die beim Öffnen zart zwischen den Fingern zerrinnt: Essen und Trinken im fahrenden Auto kann böse enden für Klamotten und Innenraum, ebenso für die Person am Steuer. Denn auch Verkehrs- und Versicherungsrecht sprechen gegen einen, wenn die Nahrungsaufnahme so stark ablenkt, dass man sich oder andere dadurch gefährdet oder schädigt.

Freude am Kaloriensparen

Taugen „saubere“ Kaugummis oder kleine Happen also besser für unterwegs? Nur, solange sie kalorienarm sind, sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sie rät zu leicht belegten Vollkornbrötchen sowie zu portionsgerecht geschnittenem Obst und Gemüse. Denn wenn wir im Auto sitzen, verbraucht unser Körper fast keine Energie. Auch längeres Fahren oder häufigeres, lauteres Fluchen steigern den Joule-Verbrauch übrigens kaum. Ergo ergeben Burger trotz Drive-in als Reiseproviant schonmal keinen Sinn.

Das vom Bäcker oder nichts?

Der DGE-Empfehlung oben scheinen deutsche Autofahrer:innen instinktiv zu folgen: In einer Statista-Umfrage behaupteten 38 Prozent, in ihrem „Heiligen Blechle“ sogar grundsätzlich nicht zu essen. Rund ein Drittel snackt Backwaren, 27 Prozent sind auf den mobilen Geschmack von Kaugummis und Bonbons gekommen. Jeweils rund ein Fünftel nimmt auch Schokolade, Obst, Gummibärchen und Müsliriegel gern mit ins Auto.

Simply Water

Die flüssige Favorit ist für Körper und, falls einmal verschüttet, auch den Fahrzeug-Werterhalt ideal: 69 Prozent der Lenker:innen löschen ihren Durst hierzulande mit Wasser. Nur jüngere Umfrageteilnehmende fahren stärker auf Koffeinhaltiges ab, genauer auf Kaffee, Cola und Energydrinks.

 

Das „Was“ ist damit weitgehend geklärt. Bleibt die Frage nach dem „Wie oft“. Citroën war dieser 2016 nachgegangen. Durchschnittlich 2.050 Mal greifen Europäer:innen im eigenen Autoleben zu mitgeführtem Proviant. Um das zu relativieren: Deutlich häufiger, nämlich in Summe 2.432 Mal, busserln wir einander im Pkw ab.

Autor

Achim Neuwirth

Senior Berater Content & PR

E-mail: neuwirth@wortwerkstatt.de

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