Storyboards für Unternehmensvideos –
Erfolg vorgezeichnet

Storyboards visualisieren ein Video, bevor es produziert wird. Im Filmgeschäft gibt es keine Produktion ohne solche „handgezeichneten“ Sketches. Aber lohnt der Aufwand auch bei Unternehmensvideos? Ein Plädoyer für die Antwort: ja, unbedingt!

„Wir sind hier nicht Hollywood“ – diesen Satz haben viele Content-Schaffende schon mal gehört, wenn es an Planung und Umsetzung von Unternehmensvideos geht. Zwar wird bei manchen Image-Videos auch im Stil der Unterhaltungsindustrie mächtig geklotzt. In vielen Produktionen wird dagegen gespart – an Budget und an Aufwand. Das geht schon beim Storyboard los, dem traditionell ersten Schritt zum Bewegtbild. „Brauchen wir nicht“ oder „wir wissen doch, was wir wollen“, sind oft die Argumente. Stimmt das denn? Hier sind vier Vorzüge, die das Vorzeichnen von Bewegtbildern auch für Unternehmensvideos hat.

1. Klarheit und (visuelle) Struktur

Ein Storyboard zwingt uns zu Klarheit und Struktur – und legt von Beginn den Fokus auf das visuelle Geschehen. Das tut gut, wenn es darum geht, Botschaften zielgruppengerecht zu verpacken. Standard bei der Vorbereitung von Unternehmensvideos ist meist ein „Konzept“, ein „Drehplan“ oder ein „Schnittplan“. Diese Dokumente liegen nicht selten nur im bildlosen Excel-Format vor – und werden auch genauso abgestimmt. Wann fällt wohl bei einer solchen Vorgehensweise auf, wenn eine Szene oder Einstellung unpassend oder langweilig ist? Richtig: Meist erst so spät, dass Änderungen sehr teuer oder gar nicht mehr möglich sind.

2. Mehr Kreativität und bessere Ressourcenplanung

„Dazu hätten wir eine Drohne gebraucht.“ Solche Sätze im Konjunktiv sind tückisch bei Filmproduktionen – vor allem, wenn das Video längst im Schnittraum ist und die Deadline dunkelrosa am Kalender leuchtet. Storyboards zeigen viel schneller, wo dem Video noch visuelle Highlights fehlen – und das vor dem ersten Drehtermin. Sie lösen kreative Prozesse dann aus, wenn sie perfekt in den Planungsprozess passen.

Von der Agenturfamilie lernen heißt siegen lernen: Unsere Schwester-Agenturen netzwerk P und Lösch haben für ein Video-Projekt schulmäßig mit einem Script gearbeitet (und dabei kräftig die KI mitwerkeln lassen).

3. Tools, KI und andere Vorbilder nutzen

Storyboards zu zeichnen muss nicht mehr aufwändig sein. Man kann passable, nicht allzu teure Tools wie Boords nutzen, die explizit auf die Erstellung von Storyboards – inklusive KI-Generierung der Sketches – spezialisiert sind. Oder natürlich auf die Agentur seines Vertrauens setzten, wenn’s richtig gut werden muss. Durch versierte Zuhilfenahme von KI-Tools entstehen da sehr gute Skizzen heute in weniger Zeit – oder bessere in der gleichen. Die oben abgebildeten Illustrationen aus einem Filmprojekt unserer Schwester-Agenturen netzwerk P und Lösch verdeutlichen das.

4. Mitwirkende leichter briefen

Insbesondere bei Videos für die interne Kommunikation gilt: Man hat mit Menschen zu tun, die wenig Routine im Auftritt vor der Kamera haben. Das Verständnis der Gesamtproduktion kann beim Briefen der „Darsteller“ helfen – gerade auch, wenn die nicht wie Schauspieler, sondern wie authentische Personen rüberkommen sollen. Und die Zusammenarbeit mit Profis wie Kameraleuten und Cuttern klappt ohnehin reibungsloser, wenn vor dem Drehen des Rohmaterials und später beim Schnitt ein Storyboard die Vorlage ist.

5. Interne Abstimmungen vereinfachen

Meist ist beim Kunde ein größerer Kreis in ein Videoprojekt und seine Abstimmung involviert. Und manche Entscheider haben gerade mehr auf dem Tisch als bei einem Videodreh den Knopf dran zu bekommen. Mit einem Storyboard haben es unsere Ansprechpartner im Unternehmen deutlich leichter bei der internen Abstimmung. Die Entscheider haben eine echte Grundlage und sind so motiviert, schnell ihren Beitrag zu leisten statt ihre Zustimmung zu verzögern. Auch weiteren Stakeholdern, die vielleicht für den Zugang zu bestimmten Drehorten mit ins Boot geholt werden müssen, kann man das Endprodukt mit einem Storyboard besser verkaufen. Und das Beste: Missverständnisse oder Interpretationen sind bei einem guten und plakativen Storyboard so gut wie ausgeschlossen. Daher gibt es auch keine Enttäuschung, wenn die erste Rohfassung zur Abstimmung geschickt wird.

Autor

Andreas Neemann

Senior Berater Content & PR

E-mail: andreas.neemann@wortwerkstatt.de

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